Blutegeltherapie

 Die Therapie mit Blutegeln, auch Hirudotherapie genannt,  ist wohl eine der ältesten Heilmethoden überhaupt. In der heutigen Zeit erlebt sie wieder einen regelrechten Aufschwung. So ist sie heutzutage auch in der Humanmedizin in der Unfallchirurgie und plastischen Chirurgie beispielsweise äußerst beliebt. Ein Grund dafür ist wohl die unglaublich erfolgreiche Wirkung bei Wundheilungsstörungen und der Tatsache, dass innere Organe etc. nicht belastet werden, da die Einnahme von Medikamenten entfällt.

Beim Saugvorgang des Blutegels gibt der Egel seinen einzigartigen Wirkstoffkomplex in Form seines Speichels (= Saliva) in die Bissstelle. Unter anderem sind der Saliva Stoffe mit blutgerinnungshemmender, entzündungshemmender, antibiotischer und durchblutungsfördernder Wirkung und viele weitere enthalten.

 

Daraus ergeben sich viele unterschiedliche Indikationen, bei denen die Blutegeltherapie helfen kann.

 

Infikationen:

  • Arthritis/ Arthrose
  • Gelenkfehlbildungen
  • allg. Störungen des Bewegungsapparates
  • Bänder- und Sehnenerkrankungen
  • Wirbelsäulenerkrankungen (z.B. Spondylose, Cauda equina)
  • Nervenentzündungen
  • Muskelverhärtungen
  • Abszesse
  • Wundheilungsstörungen
  • OP-Nachsorge
  • Hämatome
  • Huf- und Klauenerkrankungen (Rehe, Hornfäule etc.)
  • Ataxien
  • Mastitis
  • Ekzeme
  • usw.

Auch wenn für einige Tierbesitzer die Nachblutung nach Abfallen des Egels erst einmal gewöhnungsbedürftig aussieht - diese ist ausdrücklich erwünscht und gehört zur Blutegelbehandlung dazu! Deshalb kläre ich Sie vor einer Blutegeltherapie an Ihrem Tier umfangreich auf, damit auch Sie sich wohl bei der Behandlung fühlen. Auf jeden Fall sollten Sie für die Behandlung selbst und die Nachsorge genügend Zeit einplanen.